Sola 2026
✨ Im Knascht vo Sedrun, das isch klar - de Usbruch schafft d'Jubla Siebne ganz und gar

Sola 2026

📍 Sedrun 📅 04.07.2026 – 11.07.2026

Tagebuch

Lagerbeiträge

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04.07.2026

Samstag

Heute Morgen startete unser Sommerlager mit dem gemeinsamen Treffpunkt. Nachdem das Gepäck im Mächler Car verstaut war, erhielten wir von unserer Präses Monika den Lagersegen. Anschliessend machten wir uns voller Vorfreude auf den Weg nach Sedrun.

Als wir ankamen, stärkten wir uns mit einem feinen Lunch. Am Nachmittag lernten die Kinder bei einem Dorfspiel die Umgebung kennen. In Gruppen machten sie sich auf die Suche nach den davonrennenden Wärtern. Jedes Mal, wenn sie jemanden gefunden hatten, erhielten sie einen Teil eines Satzes. Am Schluss ergab das Lösungswort, die Mordwaffe,  ein wichtiger Hinweis für das Spiel am Abend.

Am Abend ging das Abenteuer weiter. Beim Cluedo mussten die Kinder herausfinden, wem die am Nachmittag gefundene Mordwaffe gehörte und wer damit ermordet wurde. Mit viel Spürsinn und Teamarbeit sammelten die Gruppen Hinweise und kamen der Lösung Schritt für Schritt näher, oder auch nicht.

Zum Abschluss des ersten Lagertages genossen wir gemeinsam ein feines Glace. Wir sind gut in Sedrun angekommen, der Lageralltag hat begonnen und wir freuen uns auf alles, was uns in den nächsten Tagen noch erwartet.

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05.07.2026

Sonntag

Der Sonntagmorgen begann für die Sträflinge früh mit einem sportlichen "Zmorge verdiene". Das aktuell angesagte «Hyrox» wurde kindgerecht abgewandelt, und mit Joggen sowie Kraftübungen mussten sich die Kinder ihr Frühstück erarbeiten. Im Gefängnis gibt es schliesslich nichts geschenkt.

Nach dem wohlverdienten Frühstück stand die Überlebenstechnik im Gefängnis auf dem Programm. Die Kinder lernten, wie man ein Berliner Zelt aufstellt, wichtige Knoten knüpft, ein Kroki zeichnet und worauf es bei der Blachenkunde ankommt. Alles, um auch ausserhalb der Zelle überleben zu können.

Nach dem Mittagessen wurden die Teilnehmenden mit einem Raub konfrontiert und mussten ihre Unschuld mit Alibis beweisen. Dazu erstellten sie Alibi-Fotos, die zeigten, was sie zur Tatzeit taten. Ausserdem mussten sie annomye Zeugen finden und diese nach Informationen des Täters befragen.

Am Abend hiess es dann Strafaufgaben statt angenehmer Arbeit, denn im Gefängnis gibt es keine angenehmen Jobs. Nach viel Häuschen-Ausmalen, Singen, Putzen und Knollen-Entwirren ging es mit einem Bettmümpfeli schliesslich ins Bett.

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06.07.2026

Montag

Der Montagmorgen startete mit einem grossen Leiter-Errate-Spiel. An verschiedenen Posten mussten sich die Insassen zuerst Bierdeckel verdienen – die offizielle Knast-Währung. Damit ging es anschliessend zu den vermummten Wächtern, wo die Gruppen mit gezielten Fragen herausfinden mussten, welcher Leiter sich unter der Vermummung versteckte. Doch aufgepasst: Jede Frage kostete, und so mussten die Insassen gut überlegen, wofür sie ihre hart verdienten Bierdeckel ausgaben.

Am Nachmittag stand ein grosses Mammutspiel auf dem Programm. Die Insassen sammelten fleissig Klötze, wandelten diese in Bierdeckel um und kauften damit Werkzeuge für den grossen Ausbruch. Doch das Leben im Knast ist hart: Die Wärter waren stets auf der Lauer und zogen so manchen Insassen einiges wieder ein. Und als wäre das nicht genug, konnte auch unter den Insassen selbst geklaut werden – Vertrauen ist im Gefängnis eben ein rares Gut.

Am Abend kehrte dann etwas Ruhe in den Knast ein. Bei einem gemütlichen Knastabend konnten die Insassen verschiedene Spiele wie Pingpong spielen und sogar ihr eigenes Brot backen. So liessen wir den Tag entspannt ausklingen, bevor es für alle zurück in die Zellen ging.

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07.07.2026

Dienstag

Heute hiess es für unsere Sträflinge früh aufstehen, denn der grosse Ausbruch stand bevor. Unser Ziel war es, von Sedrun bis nach Disentis zu wandern. Gleich zu Beginn ging es steil los. Rund 600 Höhenmeter und etwa zwei Stunden Aufstieg forderten allen einiges ab. Oben an der Spitze gönnten wir uns eine kurze Pause und genossen die grossartige Aussicht.

Danach wanderten wir weiter zur Bergstation der Seilbahn oberhalb von Disentis und liessen uns den mitgebrachten Lunch schmecken. Bei der Bergstation durften Leiter und Kinder gemeinsam Rodeln gehen, bevor uns die Gondel hinunter ins Dorf brachte. Dort machten wir noch einen Abstecher auf die längste Hängebrücke Graubündens.

Mit dem Zug ging es zurück zum Lagerhaus, wo wir um etwa 16:00 Uhr müde, aber glücklich ankamen. Nach dem Duschen und dem Abendessen liessen wir den Tag wie jedes Jahr nach der Wanderung bei einem gemütlichen Wellnessabend ausklingen und schauten zum Abschluss noch den Match Schweiz gegen Kolumbien. Ein rundum gelungener Ausbruch!

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08.07.2026

Mittwoch

Am Mittwochmorgen durften die Sträflinge wohlverdient ausschlafen. Anschliessend ging es nach dem Zmorge aber handwerklich weiter: Um ihrem Gefängnis endlich zu entkommen, fertigten die Insassen Zink-Kopien von Schlüsseln an, welche sie zuvor von versteckten Wächtern einsammeln mussten. Der in eine Sandform gedrückte Schlüsselabdruck wurde vorsichtig neu gegossen und der brandneue Schlüssel anschliessend gefeilt um zum Ausbruch zu verhelfen.

Nach dem leckeren Mittagessen ging es weiter mit der Vorbereitung zum Gefängnisausbruch. An verschiedenen Posten wurde geturnt, gehüpft und gedrückt um mit verschiedenen Rohstoffen zahlreiche Gefängnisausbruchs-Kits herzustellen um damit möglichst viel Geld zu verdienen und alle Sträflinge optimal auf den Ausbruch vorzubereiten.

Am Abend hatten die Insassen dann auch endlich einmal "Sturmfrei", da die Wärter ausser Haus waren und sie haben es sich bei einem Kinoabend gemütlich gemacht. Dabei wurden mögliche Ausbruchsstrategien über einer Schüssel Popcorn besprochen und gefeiert bevor die Wärter zurückkehrten um schlussendlich Ruhe ins Gefängnis zu bringen.

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09.07.2026

Donnerstag

Der Tag begann mit einem grossen Rollenwechsel: Die angehenden Wärterinnen und Wärter übernahmen zum ersten Mal das Kommando, während die bisherigen Wärter kurzerhand selbst zu Sträflingen wurden. So konnten sie – wie jedes Jahr – einmal erleben, wie sich das Leben auf der anderen Seite der Gefängnismauern anfühlt.

Zum Auftakt wartete ein actionreiches Dorfspiel. Die Sträflinge wurden gruppenweise zusammengebunden. Die Gruppen machten sich auf die Jagd nach möglichst viel “Geld”. Doch Vorsicht: Die Wärter waren mit Wasserpistolen auf Patrouille! Wer getroffen wurde, musste seine hart erkämpfte Beute sofort wieder abgeben. Teamwork, Schnelligkeit und eine clevere Strategie waren also gefragt.

Nach dem feinen Mittagessen ging es gemeinsam zum idyllischen Lac de Claus. Dort konnten sich alle im kühlen Wasser erfrischen, auf dem Wassertrampolin austoben oder bei verschiedenen Spielen die Sonne geniessen. Damit der Nachmittag am See nicht zu früh enden musste, kahm uns die Gefängnisküche mit einem Catering direkt am See. Das leckere Abendessen unter freiem Himmel war einmal mehr ein echtes Highlight.

Zurück im Gefängnis wartete bereits die nächste Herausforderung. In einem spannenden Quiz konnten sich die Sträflinge Baumaterial für ihren grossen Ausbruchsplan erspielen. Mit viel Kreativität, Geschick und Teamarbeit entstanden beeindruckende Kugelbahnen – jede einzigartig und mit raffinierten Ideen. Nach der Bewertung der Bauwerke liessen die Gefängnisinsassen den ereignisreichen Tag bei einem feinen Bettmümpfeli ausklingen, bevor sie zufrieden in ihre Zellen zurückkehrten.

Auch dieses Jahr durfte unser traditionelles Lagergericht im Sommerlager nicht fehlen. Passend zum Gefängnisthema wurden die angeklagten Kinder mitten in der Nacht von den Leitenden geweckt. Mit geschwärzten Gesichtern und schwarzen Kostümen sorgten wir für eine geheimnisvolle Stimmung. Vor Gericht mussten sich die «Sträflinge» ihren spielerischen Strafen stellen. Nach dem Lagergericht konnten alle wieder in ihre Betten zurückkehren – mit einem spannenden Erlebnis mehr, das sicher noch lange in Erinnerung bleiben wird.

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10.07.2026

Freitag

Nach einer ereignisreichen Nacht und einem guten Frühstück haben sich die Häftlinge verschiedene Techniken zur Entschlüsselung und Codierung von Nachrichten angeschaut. Mit diesem neu erlernten Wissen waren sie anschliessend bereit, einen ersten kleinen Ausbruch zu starten und zu beweisen, was sie alles gelernt haben.

Nach dem Mittag machten sich die Häftlinge daran, ihre Flucht weiter vorzubereiten. Mithilfe eines Actionbounds überprüften sie ihre geplante Route, sammelten wichtige Informationen und identifizierten mögliche Hindernisse. Zum Abschluss stellten sie sich der Herausforderung, ein Floss zu bauen und dieses als Fluchtfahrzeug den Rhein hinunterfahren zu lassen.

Am Abend erwartete die Häftlinge ein Gefängnismenü – allerdings in einer Form, wie sie es noch nie erlebt hatten. Bevor sie überhaupt etwas essen durften, mussten sie während des Essens verschiedene Aufgaben lösen. Dafür versammelten sich alle Gefängniswärter, während die Häftlinge in ihren bereits gebildeten Gangs zusammenarbeiteten. Da ihre Loyalität gegenüber der eigenen Gruppe nicht gebrochen werden durfte, meisterten sie die Herausforderungen gemeinsam. Anschliessend fand ein Fest statt, bei dem sie sich gegenseitig Geschenke überreichten.

In der Nacht kehrte jedoch erneut Unruhe ins Gefängnis ein. Nachdem die Häftlinge ihren Ausbruch sorgfältig geplant hatten und das Gefängnis endgültig hinter sich lassen wollten, wagten sie schliesslich die Flucht. In einem spannenden Nachtspiel mussten sie verschiedene Leuchtstäbchen sammeln, die ihnen dabei halfen, den Schlüssel für ihre Flucht zu finden. Dabei war jedoch Vorsicht geboten, denn die Gefängniswärter hatten von ihrem Vorhaben erfahren und versuchten, den Ausbruch zu verhindern. Trotz aller Hindernisse gelang den Häftlingen schliesslich die Flucht, und sie entkamen erfolgreich aus dem Gefängnis Sedrun.

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